Aufbau Antrag

Grundsätzlich steht es jedem Antragsteller frei seine Anträge selbst zu gestalten. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass oftmals Angaben vergessen werden oder die Zusammenhänge nicht verständlich sind. Es empfiehlt sicNachfolgend geben wir einen Vorschlag zum Aufbau eines Antrages, der generell verwendet werden kann. Manche Förderquellen arbeiten mit Formularen, die alle wichtigen Punkte abfragen. Dabei kann zum Teil auf den Antrag verwiesen werden.

Überschrift: Antrag zur Unterstützung "Projektbezeichnung"

Es erleichtert den Ablauf innerhalb einer Organisation, wenn im Posteingang bereits der Grund des Schreibens zu erkennen ist. Die Formulierung kann heissen: Antrag zur Unterstützung von....., Beantragung von Fördergeldern zur......., Bitte um Bezuschußung des Projektes......, o.ä..

In der Regel werden die eingehenden Anträge bei den einzelnen Förderquellen bei ihrem Eingang nummeriert und mit einer Kurzbezeichnung versehen. Auch hier kann man den Ablauf erleichtern, indem man bereits eine Kurzbezeichnung seines Projektes vorgibt, wie z.B. Reisebericht über XY, Erstellung einer Broschüre XY, Ausstellungseröffnung zum Thema XY, o.ä..

Vor den inhaltichen Angaben des Antrages, müssen die wesentlichen formellen Angaben aufgeführt werden:

  • Adresse
  • AnsprechpartnerIn
  • Telefonnummer
  • Kontoververbindung

1. TrägerIn des beantragten Projektes
Für einen selber ist es klar, wer die Fördergelder beantragt. Jedoch kann man nicht davon ausgehen, dass man den einzelnen Förderquellen als Gruppe oder Initiative bekannt ist. Es ist also notwendig, dass man Angaben über seine Gruppe oder seinen Verein macht wie z.B. Tätigkeitsbereich, Schwerpunkte der Arbeit, Zielsetzung usw... Jeder, der Fördergelder zu vergeben hat, möchte wissen, mit wem er es zu tun hat und das die vergebenen Gelder in "guten Händen" landen. Hier haben es Gruppen leichter, die bereits auf langjährige Arbeit zurückgreifen können. Grundsätzlich empfehlen wir jedem, eine Selbstdarstellung parat zu haben, auf die dann jederzeit zurückgegriffen werden kann. Zusätzliche Informationen zum Träger des Projektes können auch über einen bereits vorhandenen Flyer der Gruppe gegeben werden.

Bei einem Kooperationsprojekt kommt man nicht umhin, die einzelnen Kooperationspartner kurz vorzustellen.

2. Bezeichnung des Projektes
An dieser Stelle muss die genaue Bezeichnung des Projektes erfolgen. Sie sollte zwar genau formuliert sein, jedoch nicht übermäßig lang.

2.1. Hintergrund des Projektes
Projekte sind in der Regel in die inhaltliche Arbeit der Gruppe eingebunden. Sie haben damit einen inhaltlichen Hintergrund. Diesen gilt es zu erklären. Um was für eine Art Projekt handelt es sich (z.B. Ausstellung, Infostand, Vortragsveranstaltung....)?
Aus welchem Anlass wird das Projekt veranstaltet (z.B. Weltladentag, Besuch aus Tanzania, aktueller politischer Anlaß...).? Es kann auch eine lokale Zuordnung des Projektes geben z.B. Städtepartnerschaften.
Es muss nicht immer zwingend eine Begründung für das Projekt abgegeben werden, jedoch sollte man zumindest für sich diese Frage überdenken: Warum soll das Projekt gemacht werden, warum ist es notwendig?

2.2. Zieldefinition und Zielgruppe
Dies ist mit der wichtigste Punkt in dem Antrag. Es muss genau formuliert werden, welches Ziel mit dem Projekt erreicht werden soll. Alle Massnahmen, Methoden, Mittel usw. dienen nur der Erreichung des Projektziels.
Genauso muss definiert werden, wer die Zielgruppe des Vorhabens ist und warum man diese anspricht.

2.3. Projektdurchführung
Dies ist die Stelle, an der eine Projektbeschreibung erfolgen muss. Zu der Durchführung des Projektes gehört zu den inhaltlichen Aspekten auch das Formulieren eines Konzeptes. Was soll inhaltlich gemacht werden und wie wird das erreicht?
Ein Projekt läuft immer in verschiedenen Schritten oder Stufen ab. Diese müssen verständlich erläutert werden.

Für diese Schritte bzw. den Ablauf ist es sinnvoll, einen groben zeitlichen Ablauf festzulegen (was, wann, von wem, wie). Je genauer man sich diesen überlegt, desto einfacher und reibungsloser ist die Durchführung des Projektes.

Oftmals ist ein Projekt regional und fachlich auf verschiedenen Ebenen eingebunden. Das kann z.B. die Zusammenarbeit mehrerer Gruppen sein oder eine Vernetzung von Gruppen oder die Einbindung in regionale Strukturen (Kommune, Kirchengemeinde....). Dies ist wichtig für die Bekanntmachung der Arbeit und damit die Bekanntmachung der Gruppe.
Es gibt verschiedene Methoden, um auf den Ebenen zu arbeiten und Informationen zu vermitteln. Welche Methode wurde für das Projekt gewählt? Beispiel: Anhand eines Diavortrages und Rollenspiels werden Informationen über die Lebenssituation in Tanzania vermittelt oder es wurde eine Ausstellung oder eine Infobroschüre dafür ausgewählt.