Partner in Schleswig-Holstein
NUN - Norddeutsche Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014
Anschrift |
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR) des Landes Schleswig-HolsteinMercatorstraße 3 |
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Telefon |
0431/988-7326 |
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Fax |
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Website |
Ansprechpartner/innen |
Dr.Brigitte Varchmin |
Beschreibung
NUN ist die "Norddeutsche Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014" - also abgekürzt "NUN", zu denen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein als Partner gehören - Bremen nimmt zunächst als Gast teil. NUN wird von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) und dem UNESCO-Institut für Pädagogik, Hamburg, unterstützt.
Die norddeutschen Länder haben große Gemeinsamkeiten, die teilweise schon in der gemeinsamen Geschichte begründet sind und viel damit zu tun haben, dass sie am Meer, an der Nord- und Ostsee, liegen. Früher hat sie die Hanse zusammengeführt, die mit dem Handel, aber auch mit einer selbstbestimmten Politik verbunden war. Der Handel über die Meere führte zu einer Ansiedelung größerer Hafenstädte und zu einem Austausch mit fremden Ländern. Die Auseinandersetzung mit der Natur wurde selbstverständlich, da man im Küstenschutz tätig werden musste, um sich nicht vollständig den Naturgewalten auszuliefern. Auch damals war die Zusammenarbeit bei länderübergreifenden Lösungen nötig, denn Natur macht nicht an den Ländergrenzen Halt. So haben die Themen der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Soziales, Ökologie und internationaler Austausch - schon eine lange Tradition in der Zusammenarbeit der norddeutschen Länder.
Überall, wo Menschen am und mit dem Meer leben, sind sie mit zahlreichen Aufgaben und Fragestellungen konfrontiert, die heute zu den Themen der nachhaltigen Entwicklung zählen. Dazu gehören z.B. Fischerei, Transport, Handel und Häfen, Schadstoffeinträge und Meeresschutz etc. Die norddeutschen Länder wollen die UN-Dekade nutzen, diese Themen zu diskutieren und Lösungsmöglichkeiten für gemeinsame Probleme zu finden.
ZIELE
Die Ziele der norddeutschen Partnerschaft sind in einem Rahmenabkommen festgehalten. Hier heißt es:
Die "NUN" will einen Beitrag leisten zur Reduzierung der weltweiten Umweltbelastungen, zum Abbau von Armut und Ungerechtigkeit sowie zur Zukunftsfähigkeit. Sie erklärt zu ihren speziellen Zielen:
Gesellschaftliche Wirksamkeit und Stärkung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch länderübergreifende Kooperationen zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erreichen
Grenzübergreifende Lernprozesse anzustoßen und Vernetzungen zu ermöglichen z.B. in der gemeinsamen Bearbeitung von spezifisch norddeutschen Themen wie Meeresschutz
Veränderungsprozesse im Bildungsbereich zu nutzen, um die Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen dauerhaft zu verankern.
Die norddeutschen Länder und die Partnerorganisationen tauschen ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Förderung der BNE offen und konstruktiv aus und beraten sich untereinander. Ziel ist hierbei insbesondere: Voneinander lernen, Doppelarbeit vermeiden und Synergien nutzen. Die NUN macht sich auch die Ziele des nationalen Aktionsplans zu Eigen. Diese sind Weiterentwicklung und Bündelung der Aktivitäten sowie Transfer guter Praxis in die Breite Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung
Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
Verstärkung internationaler Kooperationen.
ORGANISATION
Die NUN-Länder haben ein Rahmenabkommen unterzeichnet, in dem Ziele und die Organisation der Partnerschaft festgelegt sind. So wurde eine länderübergreifende Projektgruppe eingerichtet, die insgesamt aus bis zu 15 Personen der einzelnen Länder besteht, die sowohl aus Verwaltung als auch aus den Nichtregierungsorganisationen kommen. Hinzu kommen zwei Vertreter/innen der InWEnt gGmbH und dem UNESCO-Institut für Pädagogik, Hamburg. Dieses Gremium trifft sich i.d.R. im Abstand von 3 Monaten und ist das Lenkungs- und Beschlussgremium der NUN. Es gibt keine Geschäftsstelle, sondern die Federführung wechselt nach Absprache und ist auf konkrete Aufgaben ausgerichtet. Es wurde eine Geschäftsordnung erarbeitet und die erste gemeinsame Konferenz fand am 23./24. November in Lübeck in den Media Docks statt. Dazu waren Akteure und Verantwortliche in Behörden und Institutionen aller Bildungsbereiche eingeladen. Zur Unterstützung der Projektgruppe wurden sieben Arbeitsgruppen (s. "Themenbereiche) eingerichtet, die alle Bildungsbereiche umfassen sollen:
Vorschulbereich
Schulische Bildung
Berufliche Bildung
Hochschulbildung
Weiterbildung
Informelle Bildung
Internationale Weiterbildung
Für die Arbeit dieser Arbeitsgruppen sind einzelne NUN-Länder verantwortlich, sie sind aber auch länderübergreifend zusammengesetzt. Zur Information aller Beteiligten und Interessierten erscheint ein Rundbrief.
