Phugmoche Nepal e.V.

AnsprechpartnerIn: Anneliese Dietrich

Anschrift:
Schweinedeich 21
25761 Büsum

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Telefon: 04834/2668
Fax: 04834/3882
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Form der Partnerschaftsinitiative:

Beschreibung
Die Schule in Phugmoche wurde in den Jahren 1990 bis 1992 von Lama Ngawang Jinpa mit finanzieller Hilfe der FREUNDE NEPALS, München, gebaut und bis 2004 von diesem Verein unterstützt. Anneliese Dietrich betreute das Projekt seit seiner Planungsphase. Im August 2004 hat ein Freundeskreis um Anneliese Dietrich den Verein PHUGMOCHE-NEPAL gegründet. Zu den ersten zwei Schulhäusern sind vier weitere Gebäude hinzugekommen. In Phugmoche, im Talschluß unter den Gletschern des Hochhimalaya, ist ein kleines Schul- und Entwicklungszentrum entstanden.

Phugmoche liegt auf über 3000 Metern Höhe im Norden Nepals an der Grenze zu Tibet, nur 50 km vom Mount Everest entfernt. Um ein kleines buddhistisches Kloster herum ist seit 1992 eine Internatsschule für die Bergbauernkinder aus dem Volk der Sherpa entstanden. Sie beherbergt und verpflegt 70 Kinder. Etwa 35 Tagesschüler aus den umliegenden Siedlungen nehmen am Unterricht teil und erhalten zusammen mit den Internatsschülern einen Mittagsimbiß. Insgesamt gehen 105 Kinder in unsere Schule. Neben dem Unterricht in den in Nepal verbindlichen Schulfächern pflegen wir die Tradition der Sherpa, die sich auf eine alte, aus Tibet stammende Form des Buddhismus gründet. Dazu gehört, daß die Kinder ihre Muttersprache, das Sherpa, in Wort und Schrift erlernen. Die Landessprache im Vielvölkerstaat Nepal ist das mit dem nordindischen Hindi verwandte Nepali.

Phugmoche erteilt Unterricht in den Klassenstufen 1 bis 7. Danach helfen wir unseren Schützlingen, das Schulabschlußzeugnis nach der 10. Klasse in einer anderen Schule zu erwerben. Die meisten unserer Mädchen und Jungen brauchen, nachdem sie Phugmoche verlassen haben, unsere Hilfe auch weiterhin, da sie aus sehr armen Verhältnissen stammen und kaum Unterstützung vom Elternhaus erwarten können. Viele unserer Kinder sind Halbwaisen, auch Vollwaisen, manche kennen nicht einmal ihre Herkunft und mußten sich als Kinderdienstboten ihren Lebensunterhalt verdienen. Diese Kinder nehmen wir vorrangig auf. Fast alle Eltern unserer Schüler sind Analphabeten. Die Yakhirten nahmen bis vor wenigen Jahren noch ihre Kinder als Helfer mit auf die Hochalmen. Heute gehören sie zu unseren besten Schülern.

Die Kinder können auch die religiöse Laufbahn einschlagen. Für sie halten wir maximal 23 Schulplätze bereit. Die anderen 47 bis 50 Internatsplätze sind dem allgemeinbildenden Zweig der Schule vorbehalten. Mädchenbildung wurde vor 10 Jahren noch für unnötig gehalten. Heute sind 50 % unserer Kinder Mädchen.

Unsere Gesundheitsfürsorge hat einigen Kindern das Leben gerettet. Bei Tsering und Cheji wurde Tuberkulose in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Sie mußten sich einer achtmonatigen Therapie unterziehen und sind jetzt gesund. Sonams Schädelknochen hatte sich nach einer Mittelohrentzündung infiziert. Eine Operation in letzter Minute machte ein gesundes, fröhliches Kind aus ihm. Sonam Dolkar, ein fünfzehnjähriges Mädchen, erhielt eine künstliche Herzklappe und dem dreizehnjährigen Pasang konnten wir ein Bein vor der Amputation bewahren.

Im April 2005 konnten wir unsere Wasserkraftanlage (35 bis 40 kw) in Betrieb nehmen, die wir mit deutscher und dänischer Hilfe seit 1998 geplant hatten. Wir kochen jetzt mit Elektrizität und schonen den Bergwald. Wir versuchen, Handwerksbetriebe zu gründen, um der Landflucht entgegenzuwirken. Eine Papiermanufaktur, deren Maschinen unseren Strom nutzen, nimmt gerade ihre Arbeit auf. Der stolze Eigentümer ist einer unserer ehemaligen Schüler.