Vorträge & Diskussion über die Stadt von übermorgen

"Näher", "öffentlicher" und "agiler" - Eckpfeiler einer nachhaltigen & resilienten Post-Corona Stadt

Ein Bericht von Louisa Osburg (BEI)

Die bereits ein Jahr bestehende Corona-Pandemie ist schon längst fester Bestandteil in alltäglichen Themen geworden und wurde nun auch in der ersten Veranstaltung des Moduls „Kommune“ aus dem SDG-Projekt des BEI am 24.03. aufgegriffen. Hierbei richtete sich der Blick verstärkt nach vorne und die Post-Corona Stadt stand im Fokus.

Nach einem allgemeinen Input zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) steuerte Moderatorin Teresa Inclán die Konzentration auf das eigentliche Ziel des Abends: Die Städte und Kommunen (SDG11), die einen wichtigen Teil in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen spielen und im Laufe der Pandemie an neuer Aufmerksamkeit gewonnen haben.

Im April 2020 standen die Städte in Deutschland plötzlich still, die Solidarität für andere rückte als wesentlicher Bestandteil in den Vordergrund, Home Schooling und Home Office erlebten im Laufe des Jahres eine neue Dimension und eigene Bedürfnisse wurden zurückgestellt. Die Gesellschaft übt sich bis heute in einem außergewöhnlichen Umfang an Einschränkungen und Geduld. Beeindruckt von den gelösten Strukturen im urbanen Raum verfassten Wissenschaftler*innen des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie am Anfang der Pandemie den Zukunftsimpuls "Näher" - "Öffentlicher" - "Agiler": Eckpfeiler einer resilienten "Post-Corona-Stadt", den Michaela Roelfes und Shritu Shrestha stellvertretend als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Wuppertal Instituts in der Veranstaltung vorstellten und dabei ein Augenmerk auf die bisherigen Entwicklungen deutschlandweit sowie global richteten. In ihrem inhaltlichen Beitrag wurden sie von ihrem Mitarbeiter Santhosh Kodukula unterstützt.

Das Diskussionspapier fand vor einem Jahr seinen Ursprung; die Gefühlslage war hier noch eine ganz andere. Es handelt sich um keine Studien, sondern um einen Impuls, dessen zentrale These aussagt, dass Städte der Zukunft näher, öffentlicher und agiler sein werden und müssen. Drei Eckpfeiler einer resilienten Post-Corona Stadt – doch was heißt eigentlich „resilient“? Auf die Pandemie bezogen bedeutet Resilienz, dass die Stadt die Fähigkeit besitzt, Krisen zu bewältigen und sie nutzt, um sich weiterzuentwickeln. Das System Stadt wird aus dem Gleichgewicht gebracht, jedoch in seiner Entwicklung wieder aufgefangen. Der Schock, den die Pandemie verursacht, kann als Chance für eine resilientere Stadt gesehen werden.

Betrachtet man die aufgestellten Eckpfeiler der These klingt „näher“ zu Zeiten der Pandemie zunächst seltsam, doch ist mit dem Begriff nicht die physische Nähe gemeint, sondern die Gemeinschaft an sich. Hierzu zählt die Stärkung von Nachbarschaften und kommunalem Zusammenhalt, die Stärkung von Naherholungsmöglichkeiten sowie der Ausbau multifunktionaler Innenstädte und lokaler Wirtschaftskreisläufe. Die Unterstützung lokaler Händler*innen hat sich innerhalb Deutschlands im Einzelhandel gegenüber dem Vorjahresmonat der Pandemie ausgedehnt. Vor allem in Lockdown-Monaten steigt der Online-Handel stark an.

Der Eckpfeiler „öffentlicher“ deutet auf einen Bedeutungszuwachs der kommunalen Daseins-Vorsorge  sowie eine gemeinwohlorientiertere Stadt hin, bei der Nachhaltigkeit und Gesundheit zusammengedacht werden, da sie nahezu deckungsgleich geworden sind. Ökonomisch Benachteiligte sind hier die Träger, wenn die Stadt nicht nachhaltig und gesund ist.

„Agil“ als Eckpfeiler einer resilienten Post-Corona Stadt appelliert dazu, Mut zum Experimentieren zu entwickeln und zu fördern. Kreative Potenziale sollten gestärkt werden, denn Kultur und Kreativität geben in solchen Zeiten nicht nur Hoffnung, sondern sind auch ein notwendiger Bestandteil für die Gesellschaft. Zudem müssen demokratische Prozesse gestärkt werden, was politische Verhandlungen bedarf. Aus der Pandemie entsteht eine flexible Mobilität und digitale Potenziale werden in Bereichen wie der Verwaltung, Bildung und Arbeit ausgeschöpft.

Um das Konzept der These vor Ort greifbar zu machen, stellte Niklas Reinert (Mitarbeiter der Koordinationsstelle für Bürgerbeteiligung im Pressereferat der Landeshauptstadt Kiel) einen Bezug zu bereits entstandenen Umfrageergebnissen im Raum Kiel her. Mit Blick auf das 800. Jubiläum der Stadtgründung im Jahr 2042 hat die Landeshauptstadt Kiel eine Öffentlichkeitsbeteiligung angestoßen, die sich mit den großen Zukunftsfragen der Stadt auseinandersetzt. Dabei entstehen Zukunftsbilder, die als verbindliche Zielsetzungen politisch beschlossen werden sollen (die Idee dieses Zukunftsdialogs entstand bereits vor Einbruch der Pandemie).

In der Phase der Krise wurden Bürger*innen aus Kiel beispielsweise gefragt, ob sie das Gefühl haben, dass ihre Stadt als Gemeinschaft in den letzten Monaten gut funktioniert und zusammengehalten hat. Von 476 Befragten antworteten 46% mit „gut“, 12% sogar mit „sehr gut“. Bei der Frage, welches Thema sie in den letzten Monaten persönlich am meisten bewegt hat, standen die Organisation von Familie und Privatleben (24%) und gesellschaftliche Fragen (21%) an oberster Stelle, auf dem dritten Platz befand sich die berufliche Perspektive (20%). In Bezug auf die Zukunft des Gemeinwohls in Kiel nannten die Umfrageteilnehmer*innen sehr viele konkrete und verschiedene Ideen, um die Ebene des Miteinanders und des Zusammenhaltes zu stärken – vom öffentlichen Raum über Gemeinschaftsangebote, Treffpunkte und Kultur bis zu digitalen Plattformen und Veränderungen in der Verwaltung. Auch das Zusammenbringen von Förde und Ufer wurde zum Thema. Bei einer Umfrage zur Zukunft der Wirtschaft in Kiel sahen die Befragten neben der bestehenden, maritimen Hafenwirtschaft vor allem die Digitalwirtschaft, die erneuerbaren Energien sowie die Wissenschaft und Forschung als große Zukunftsfelder. Im Thema der multifunktionalen Innenstadt wünschen sich die Teilnehmer*innen eine lebendige Innenstadt aus individuellem Handel, Gastronomie, Kultur und Freizeitangeboten. Räume sollen als Treffpunkte öffentlich und gut gestaltet sein, also eine hohe Aufenthaltsqualität ausstrahlen. Natur-und Grünräume haben in den letzten Monaten für 57% der Befragten an Attraktivität und Bedeutung gewonnen.

In Bezug auf den Eckpfeiler „öffentlicher“ wurde das Leitbild der gesunden Stadt (Attribute: emissionsarm, Bewegungsräume, Wohnqualität, Stadtklima, etc.) von über 200 Teilnehmer*innen aus Kiel auf den ersten Platz gewählt. Das Gesundheitswesen hat als Bereich des städtischen Lebens in den letzten Monaten für 48% der Befragten an Bedeutung gewonnen.

Bringt man den Eckpfeiler „agiler“ mit den Umfragen aus Kiel in Verbindung, so kam im Frühjahr 2020 mit knapp 100 Nennungen das Leitbild „Smart City“ (Attribute: Vernetzung der Systeme, E-Everything, Automatisierung von Prozessen, Digitalisierung, etc.) auf den fünften Platz. Im Sommer 2020 antworteten 74% der Teilnehmer*innen mit Ja auf die Frage, ob das Thema Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft nun deutlich schneller voranschreitet. Dass in der Stadt wichtige Aufgaben in Zukunft schneller und entschlossener angegangen werden, verneinten 64% der Befragten. In einer anderen Umfrage im Frühjahr 2020, passend zum Aspekt der Stärkung kreativer Potenziale, kam das Selbstverständnis „Wir sind das Reallabor des Nordens“ (Attribute: Innovation, Experiment, Ausprobieren, Möglichkeiten, etc.) mit ca. 130 Nennungen auf den fünften von acht Plätzen. Eine interessante Wende in den Umfragen nahm die Bedeutung demokratischer Prozesse: Im Frühjahr 2020 wurde das vorgeschlagene Leitbild „Die Basisdemokratie-Stadt“ (Attribute: Entscheidungen auf lokaler Ebene, Diskussionskultur, Planungskultur, Bürger*innenbeteiligung, bottom-up, etc.) mit nur rund 50 Nennungen auf den letzten Platz gewählt. Im Sommer 2020 kam in vertiefenden Umfragen vermehrt der Wunsch nach mehr Beteiligung, Dialog und stärkerer Interessensvertretung durch die Bürger*innen auf.

Aus Erfahrungen lernen? Auf die Frage, ob Kiel in den letzten Monaten krisenfester und stärker geworden ist, antworteten 59% der Teilnehmer*innen mit Ja. Kiel befindet sich also auf dem guten Weg zu einer resilienteren Post-Corona Stadt.

Wie schauen die coronabedingten Entwicklungen weltweit aus? Nach dem Beitrag ihrer Kollegin Michaela Roelfes und dem Input von Niklas Reinert beleuchtete Shritu Shrestha die globalen Veränderungen in Bezug auf die Mobilität. Statistiken verdeutlichen, dass sich der Umfang des Reisens im Verlauf des Jahres in sämtlichen Bereichen weltweit größtenteils verringert hat. Besonders die berufsbedingte Mobilität ist stark unter den Mittelwert gesunken. In Deutschland und besonders in Schleswig-Holstein sind Grünanlagen zu einem überdurchschnittlichen Ziel geworden.

In China, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, dem Vereinten Königreich und den USA gibt es übereinstimmende Umfrageergebnisse im Thema Verkehrsmittelwahl. Die Reduzierung der Infektionsgefahr ist sowohl in beruflichen als auch in privaten Touren zum ersten Grund für die Wahl des Verkehrsmittels geworden.

An Beispielstädten wie Sao Paulo, London, New York, Moscow, Milan und Stockholm lassen sich im Laufe des Jahres Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Intensität der Mobilität beobachten. Der Beginn der Pandemie und die damit verbundene rapide Senkung der Mobilität wird in der vorliegenden Grafik in allen Städten klar ersichtlich. Während sich anschließend in Sao Paulo und New York ein schleichender Anstieg bemerkbar macht, sind in den anderen genannten Städten gravierende Schwankungen zu verzeichnen.

Sogenannte „Pop-up-Radwege“, die in einer Krisensituation kurzfristig eingerichtet werden, sollen im Straßenverkehr für mehr Platz und Sicherheit im Radverkehr sorgen. Diese Radwege haben sich zum Beispiel in Milan, Berlin, Mexiko, Wuhan und Lima gebildet. In Bogotá sind für Fahrradpendler*innen 52 Meilen Straßenfläche entstanden.

Zudem haben öffentliche Verkehrsmittelunternehmen in ihren Apps an die Pandemie angepasste Hygiene-Regeln aufgestellt und geben stets aktualisierte Hinweise zur Personenauslastung bekannt.

Aufgrund der starken Reduzierung der Mobilität hatte sich die Luftqualität im Jahr 2020 weltweit verbessert. In der indischen Hauptstadt Delhi war die Luftverschmutzung im Laufe des Lockdowns auf ein beispielloses Level gesunken.

Zeichnet sich hier ein Zukunftspotenzial und eine Chance zur Eindämmung der Emissionen ab? Wird bzw. kann die Situation so bleiben oder wie schnell holt uns ein Rebound-Effekt (Rückschlageffekt) ein? Vielerorts wird bereits zu gelockerten Lockdown-Zeiten ein Rückschlag beobachtet. Bilder wie die zu Lockdown-Lockerungen im Mai 2020 in überfüllten Straßen Vietnams sind für uns unvorstellbar geworden, aber dennoch in vielen Städten Realität.

Der Zukunftsimpuls des Wuppertal Instituts schließt globale Nachhaltigkeitsziele wie das SDG 3 (Gesundheit & Wohlergehen), das SDG 9 (Industrie, Innovation & Infrastruktur), das SDG 11 (Nachhaltige Städte & Kommunen) und das SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) mit ein.

Wie kann die Regierung zur Erreichung dieser Ziele unterstützen? – Zum einen mit der Einführung umfassender und erschwinglicher, öffentlicher Verkehrsmittel, zum anderen durch eine sichere Infrastruktur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Die Stadt sollte strenge Vorschriften für Luftverschmutzungsquellen anwenden, fossile Brennstoffe auslaufen lassen und Elektrofahrzeuge unterstützen. Grüne Wiederherstellungsfonds für eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur sowie die Kommunikation und Förderung einer kohlenstoffarmen Mobilität sind der richtige Weg hin zu einer nachhaltigen, umweltfreundlichen Stadt. Hierbei können auch Kampagnen zur Änderung des öffentlichen Verhaltens nützlich sein.

Das Projekt Global Urban Pathways unterstützt Niedrigemissionspläne für eine städtische Grundversorgung im Rahmen der New Urban Agenda und der globalen Nachhaltigkeitsziele.

Ein Projekt namens SOLUTIONSplus bringt Städte, Industrie, Forschung, Durchführungsorganisationen und Finanzpartner zusammen und dient als globale Plattform für gemeinsame, öffentliche und kommerzielle E-Mobilitätslösungen, um den Umgang zur kohlenstoffarmen städtischen Mobilität voranzutreiben.

Während der Vorstellung des Thesenpapiers zur Post-Corona Stadt des Wuppertal Instituts schaltete sich Referent Niklas Reinert bereits mit Umfrageergebnissen des Stadt-Projekts „Kiel 2042 – Zukunftsdialog“ ein. Im späteren Verlauf der Veranstaltung ging er nochmals vertieft auf die Idee und den Prozess des Projekts ein.

Das 800.Jubiläum der Stadtgründung im Jahr 2042 soll hier als Bezugspunkt dienen, um gemeinsam Zukunft zu entwerfen. Dabei lautet das Motto „Dein Kiel. Deine Zukunft. Deine Ideen“. Ziel ist die Einbeziehung weiter Teile der Stadtgesellschaft in intensive Fragen über gemeinsame Zukunftsbilder für das Jahr 2042. Als Ergebnis des Prozesses werden visionäre Zukunftsbilder erstellt sowie die drängendsten Herausforderungen und Chancen mit definierten Empfehlungen und Handlungsoptionen genannt. Mit an Bord ist das Büro des Oberbürgermeisters in der Rolle der Projektleitung und die Koordinationsstelle für Bürgerbeteiligung als Geschäftsführung. Die Bereiche Stadtplanung, Umweltschutz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gesellen sich als Arbeitsgruppe dazu; die Selbstverwaltung als Steuerungsgruppe. Außerdem begleitet die Agentur Urbanista (eines der führenden Büros für Stadtentwicklung und urbane Zukunftsstrategien) das Projekt in seiner Durchführung.  

Die Phase 1 (Öffentlicher Auftakt) startete am 25.01.2020 und sollte durch Beteiligungen/ Dialoge sowie die Nähe zu Bürger*innen mittels On-Tour-Aktivitäten zu Umfrageergebnissen und einem gelungenen Start in das gemeinsame Ziel führen. Der Eintritt der Pandemie führte jedoch zu einem angepassten Prozess-Ablauf namens Phase 1b. Hierbei wurden neue Bausteine wie eine Ausstellung im Pop-Up-Pavillon in der Innenstadt, eine Onlineumfrage und Events im Rahmen der Digitalen Woche ergänzt. Kernthemen der ersten Dialogphase sollten durch gezielte Nachfragen vertieft und präzisiert werden. Aufgrund der Pandemie ergaben sich zudem auch neue Fragen und nachfolgend neue inhaltliche Schwerpunkte. Ein Jahr später ist die Phase 1 beendet. Eine Übersicht der Umfrageergebnisse steht im Internet zur Verfügung (s. Anhang). Die Ergebnisse unterstreichen die hohe zukünftige Bedeutung von Klimaschutz, Verkehrswende, Gemeinwohl sowie Kiels Bedeutung als Hafenstadt. Im Prozess des Projekts Kiel 2042 folgen nun Phase 2 (Zukunftserzählungen), Phase 3 (Jugendparlament), Phase 4 (Zukunftsaufgaben) und Phase 5 (Zukunftsstrategie).

Bei dem so aktuellen und zukunftsorientierten Thema der Veranstaltung gab es neben den bereichernden Vorträgen unserer Referent*innen einen wertvollen Gesprächsbedarf bei den Teilnehmenden, den wir aufgrund der begrenzten Zeit nur zum Teil mittels einer anschließenden Fragen- und Diskussionsrunde auffangen konnten.

Unter anderem führten Home Schooling und Home Office zu einem dringenden Ausbau der Digitalisierung, über die sich jedoch in einer anregenden Diskussion die Meinungen spalteten.

Was ist der Eigenwert von Digitalisierung? Trägt Digitalisierung wirklich einen positiven Effekt in Bezug auf die Nachhaltigkeit mit sich? Die Digitalisierung verbessert das Beteiligungsverfahren, macht die Teilhabe barriereärmer und verkehrseinsparender. Erfahrungen aus der Bürger*innenbeteiligung haben beispielsweise gezeigt, dass durch digitale Formen der Beteiligung mehr Menschen erreicht werden als auf analoge, orts-und zeitgebundene Weise. Allerdings sollte Digitalisierung immer an konkreten Beispielen gemessen werden. Wenn Systeme neu gedacht werden, können digitale Ansätze gewinnbringend genutzt werden. Wichtig dabei ist die Berücksichtigung von Gruppen, die keinen Zugang zur nötigen Infrastruktur besitzen oder mit der Nutzung digitaler Angebote nicht vertraut sind. Hier sollten Lösungen oder Alternativen angeboten werden.

Ein anderes eingeworfenes Thema in Bezug auf die demokratische Teilhabe war die Sprache an sich, die dafür eine wichtige Voraussetzung darstellt. Die Sprache in der Verwaltung und Politik wird als Hindernis aufgrund ihrer Komplexität stark kritisiert.

Auch die Wohnraumproblematik wurde in der Diskussion angeschnitten. Sie herrscht mittlerweile nicht mehr nur in Großstädten, sondern nimmt auch in kleinen Städten Fahrt auf. Nachfrage und Angebot reichen weit auseinander. Es besteht viel Bauland, aber davon wenig für Singlehaushalte oder große Familien.

Gerne hätten wir noch länger über diese akuten Themen diskutiert. Wir danken allen Teilnehmenden für ihre anregenden Beiträge und geben Ihnen im Folgenden noch informative Links sowie den Kontakt zu den Mitwirkenden der Veranstaltung auf den Weg:

Anhang

  • Diskussionspapier "Näher" - "Öffentlicher" - "Agiler" : Eckpfeiler einer resilienten "Post-Corona-Stadt" des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

Autor*innen: Uwe Schneidewind, Carolin Baedeker, Anja Bierwirth, Anne Caplan, Hans Haake

https://epub.wupperinst.org/frontdoor/index/index/docId/7661

  • Projekt Global Urban Pathways

Unterstützung von Niedrigemissionsplänen für städtische Grundversorgung im Rahmen der New Urban Agenda & der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/731

  • Projekt SOLUTIONSplus

Globale Plattform für gemeinsame, öffentliche und kommerzielle E-Mobilitätslösungen, um den Umgang zur kohlenstoffarmen städtischen Mobilität voranzutreiben. Das Projekt bringt Städte, Industrie, Forschung, Durchführungsorganisationen und Finanzpartner zusammen.

www.solutionsplus.eu

  • Projekt „Kiel 2042 – Zukunftsdialog“ (ausführlicher Überblick & bisherige Umfrageergebnisse)

www.kiel.de/2042

Kontakt: kiel@urbanista.de

  • Offenes Datenportal der Europäischen Union

https://data.europa.eu/euodp/en/home

https://www.europeandataportal.eu/sites/default/files/the-economic-impact-of-open-data.pdf

  • Thema Wohnsuffizienz

www.wohnen-optimieren.de . Bei Interesse E-mail an info@wohnen-optimieren.de

 

Niklas Reinert (Stadt Kiel, Bürgerbeteiligung): Niklas.Reinert@kiel.de

Michaela Roelfes (Wuppertal Institut): michaela.roelfes@wupperinst.org

Dr. Shritu Shrestha (Wuppertal Institut): shritu.shrestha@wupperinst.org

Santhosh (Sunny) Kodukula (Wuppertal Institut): santhosh.kodukula@wupperinst.org

 

Bildquellen

Bild 1: GfK Statista 2021

Bild 2: COVID 19 – Google Mobility Report worldwide

Bild 3: COVID 19 – Google Mobility Report Germany

Bild 4: Statista 2021

Bild 5: Statista 2021

Bild 6: CNN 2021

Bild 7: Kiel 2042

Veranstalter*in: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)

 

Die Veranstaltung ist Teil des SDG-Jahresthemenprogrammes "Die Sustainable Development Goals (SDG) in Schleswig-Holstein - Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand" des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und wird gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, BINGO! Die Umweltlotterie sowie den Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche (KED).

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Weitere Infos und Kontakt

Frauke Pleines
stellv. Projektleitung "Die Sustainable Development Goals (SDGs) in Schleswig-Holstein"

- aktuell in Elternzeit -

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