Fairer Handel im Bereich Informationstechnologie

IT-Beschaffung - nachhaltig & fair

Wie kann der Einkauf öffentlicher Stellen dazu beitragen, Menschen- und Arbeitsrechte weltweit zu stärken?

Dieser Frage gehen zivilgesellschaftliche Organisationen seit Jahrzehnten nach, und in kaum einem anderen Bereich ist die Wirkung so deutlich wie bei Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik. Seit 2013 finden jährlich bundesweit Konferenzen von Eine Welt-Landesnetzwerken zu diesem Thema statt, brachten Debatten ins Laufen und Beschaffungsstellen zum Umdenken: Sie können durch die gezielte Nachfrage nach Sozialstandards Händler und Unternehmen der IT-Wirtschaft dazu bewegen, ihre Produktion umzustellen und Arbeitsrechte besser zu berücksichtigen. Dafür punkten diese wiederum in Aufträgen von Bund und Ländern.

Die Konferenz richtet sich an Akteur*innen des öffentlichen Beschaffungswesens, der Landespolitik, IT-Unternehmen und –Händlern sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren. Sie kehrt 2020 nach Schleswig-Holstein in das Bundesland zurück, in dem 2012, als Projekt des BEI, ein erstes Fachgespräch zu sozialverträglicher IT-Beschaffung veranstaltet wurde. Mittlerweile ist ein Zusammenschluss der der Schleswig-Holsteinischen Universitäten und Fachhochschulen („ITSH-edu“) das erste deutsche Mitglied bei electronics watch. Diese NGO unterstützt Beschaffungsstellen durch Expert*innen und Nichtregierungsorganisationen in den Produktionsländern, um die zugesicherte Einhaltung grundlegender Arbeitsstandards kontrollieren zu können.: Die Schleswig-Holsteinischen Universitäten und Fachhochschulen ließen sich bei der Konferenz 2014 dazu motivieren, gemeinsam beizutreten und etablierten im 2018 geschlossenen Rahmenvertrag für IT-Hardware die Frage und Kontrolle von Sozialstandards in der Produktion.

Mit diesem Hintergrund könnte es folglich keinen besseren Veranstaltungsort und Partner für die Fachtagung 2020 geben als die Europa-Universität Flensburg.

Zum Programm

Ein Jahr nach Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung des Branchenverbands BITKOM mit dem Beschaffungsamt des Bundes zu den Arbeitsstandards in Produktionsstätten soll nun eine erste Bilanz gezogen werden.

Zum Programm gehört unter anderem ein Input von Omana George von Electronics Watch. Sie wird Monitoringaktivitäten in Asien genauer aufgezeigen und erklären, welchen Einfluss dies auf die betroffenen Arbeiter*innen hat. Des weiteren werden einige Positivbeispiele für Anregung sorgen.

Von der Fachkonferenz im nördlichsten Bundesland sollen neue Impulse für die Verbesserung von Sozialstandards in der IT-Beschaffung ausgehen und nicht nur Akteure in (Nord-)Deutschland  motivieren, gute Arbeitsbedingungen zum Teil ihres öffentlichen Einkaufs zu machen.

Vorbehaltlich der aktuellen Lage, ist die Konferenz für das zweite Halbjahr 2020 geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Weitere Informationen zum Programm, die vorherigen Konferenzergebnisse und Anmeldemöglichkeiten finden sich unter www.faire-beschaffung.de

Ihre Ansprechpartner

Markus Schwarz (Projektleitung) :
markus.schwarz@bei-sh.org

 

Wiebke Schümann (Projektkoordinatorin):
wiebke.schuemann@bei-sh.org

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