Pressemitteilung: WeltWeitWissen-Kongress – der Bundeskongress zum Globalen Lernen in Lübeck

Vom 14. bis 16. September findet der dreitägige WeltWeitWissen Kongress 2026 in den media docks in Lübeck statt. Der Kongress ist Deutschlands wichtigste Fachkonferenz zum Globalen Lernen und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, die unter dem Motto „Leben am Meer – Global und Lokal“ stattfindet. Ausgerichtet wird der Kongress vom entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. Es werden 300 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, formaler sowie nonformaler Bildung und Zivilgesellschaft erwartet.

Martin Weber, Geschäftsführung Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., erklärt: „Mit dem Kongress greifen wir aktuelle Herausforderungen auf politischer und ökologischer Ebene auf. Dabei rücken wir die Meere als zentrales Element in den Mittelpunkt, da sie der Ausgangspunkt für relevante Zukunftsfragen sind. Mit dem Kongress verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Bildungsansätzen und schaffen Räume für Austausch, Vernetzung und neue Perspektiven."

Auf dem Programm des Kongresses stehen Fachvorträge, Paneldiskussionen, über 30 Workshops, Exkursionen sowie ein großer Bildungsmarkt mit innovativen Praxisbeispielen aus dem Bereich des globalen Lernens. Eröffnen wird den Kongress die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Reem Alabali Radovan mit einer Begrüßungsrede. Am Abend des ersten Kongresstages empfängt der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck Jan Lindenau die Besucher*innen im Rathaus.

Melanie Bernhard von Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein und Organisatorin des Kongresses: „Eins der Highlights des Kongresses ist die Seekuh vom Verein one earth one ocean. Das maritime Müllabfuhr-Schiff wird während des Kongresses in Lübeck liegen und die Türen für Besucher*innen öffnen.“

Weitere Highlights stellen die Delegationen aus Papua-Neuguinea sowie Nicaragua dar. Sie geben u.a. einen Vortrag zu „Ein maritimes Schutzkonzept aus indigener Perspektive" und gestalten eine Austauschrunde und Kaffeeverköstigung unter dem Titel „Coffee Talk & Coffee Tasting". Auf dem Bildungsmarkt am Dienstag präsentieren Organisationen und Institutionen aus ganz Deutschland außerdem innovatives Bildungsmaterial mit Fokus auf globale Zusammenhänge und zukunftsfähige Kompetenzen.

Der Kongress findet in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V., dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein, dem Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein, dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Science comes to Town, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche sowie der Stiftung Wissenschaft und Demokratie statt.

Weitere Informationen und das vollständige Kongress-Programm sind hier zu finden: https://www.bei-sh.org/weltweitwissen-kongress-2026

Zitate der Schirmherr*innen:

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Die Krisen unserer Zeit zeigen, wie eng unser aller Leben global miteinander verbunden ist. Sie machen deutlich, dass wir Verantwortung für unsere eine Welt übernehmen müssen. Entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Globales Lernen sind dafür zentral: Sie stärken das Bewusstsein, dass wir Verantwortung für globale Gerechtigkeit und befähigen Menschen zum verantwortungsvollen Handeln. Als Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördern wir den WeltWeitWissen-Kongress 2026, weil er einen wichitgen Raum eröffnet, in dem Engagierte zusammenkommen, sich austauschen und konkrete Perspektiven für eine gerechte und nachhaltige Zukunft entwickeln.“

Ministerpräsident Daniel Günther: „Unsere Welt ist im Wandel. Klimakrise, knappe Rohstoffe, Kriege und Flucht beeinflussen das Leben aller Menschen. Nur mit mehr Globalem Lernen wird es uns gelingen, den Wandel in unserer Welt besser zu verstehen und wirksamer zu gestalten.“

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau: „Als traditionsreiche Hansestadt, Hauptstadt des Fairen Handels und Meeresschutzstadt bekennt sich Lübeck klar zu ihrer Verantwortung für den Klimaschutz und für den Erhalt der Meere. Ich freue mich daher sehr, die Schirmherrschaft für diese wichtige Fachkonferenz zum Globalen Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu übernehmen. Allen Teilnehmenden wünsche ich wertvolle Impulse, einen erfolgreichen Austausch und einen inspirierenden Aufenthalt in unserer Hansestadt.”

Bischöfin der Nordkirche Nora Stehen: „Der WeltWeitWissen-Kongress 2026 eröffnet wertvolle Räume für Austausch und Bildung. Globale Netzwerke sind für die Verständigung und eine gemeinsame, nachhaltige Entwicklung unermesslich. Hier entstehen konkrete Handlungsperspektiven in einer Zeit weltweiter Herausforderungen. Wir brauchen diese Orte des Lernens, die Menschen über Ländergrenzen hinweg miteinander verbinden und sie in ihrer Verantwortung stärken, sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.”

Zitate der Kooperationspartner*innen:

Prof. Dr. Arne Körtzinger, Chemischer Ozeanograph am GEOMAR und wissenschaftlicher Koordinator von FUTURO: „Das GEOMAR setzt sich mit seiner Forschung für den Schutz und Erhalt des Ozeans ein. Beim Kongress werde ich über ein ganz besonderes Programm sprechen: Bei FUTURO setzen wir auf den Ansatz des Co-Designs, der auch im globalen Lernen sein Potenzial enthalten kann: Forschungsfragen und -ansätze für ein besseres Ökosystemanagement vor der Küste Westafrikas werden mit den betroffenen Menschen vor Ort als gleichberechtigten Partnern in einem interaktiven Prozess gemeinsam entwickelt. Nur so entsteht Wissen, das auf breite Akzeptanz stößt und langfristig Wirkung entfaltet.“

Ökumene-Pastor Kai Feller von der Nordkirche: "Globale Partnerschaften und eine zunehmend interkulturelle Ausrichtung qualifizieren die Nordkirche als Kooperationspartnerin für den WWWK2026. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Perspektiven unserer Partner aus dem Globalen Süden zu fördern, damit sie ihre Interessen vertreten und ihre Stimmen einbringen können."

Nicole Rönnspieß, Leiterin des BNUR: „Als Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein verbinden wir durch die BNE-Agentur Bildung für nachhaltige Entwicklung mit der Vermittlung von Wissen über globale Zusammenhänge und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen wie dem Ökosystem Meer. Der WeltWeitWissen-Kongress macht diese Verbindung mit vielfältigen Perspektiven und interaktiven Formaten eindrucksvoll erlebbar – wir sind sehr gerne Teil dieses tollen Formats und freuen uns auf die Kooperation!"

 

Zitate der Unterstützer*innen aus den schleswig-holsteinischen Ministerien:

Aminata Touré, Sozialministerin und Vizepräsidentin von Schleswig-Holstein: „Die Kinder von heute gestalten die Welt von morgen. Umso wichtiger ist es, dass Kinder schon früh lernen, Verantwortung für sich, andere und ihre Umwelt zu übernehmen. Deshalb ist Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schleswig-Holstein fest als Qualitätsstandard im Kita-Gesetz verankert und wir unterstützen pädagogische Fachkräfte mit Fortbildungen, Coachings und Fachberatungen dabei, Nachhaltigkeit im Alltag von Anfang an erlebbar zu machen. D er WeltWeitWissen-Kongress bietet einen wichtigen Raum für Vernetzung und Austausch zu diesem Zukunftsthema.“

Dr. Silke Schneider, Finanzministerin von Schleswig-Holstein: „Nachhaltigkeit ist auch eine Frage verantwortungsvoller Finanzpolitik. Wer heute in Bildung, globale Zusammenarbeit und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen investiert, schafft die Basis für den Wohlstand von morgen. Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren weiß, wie eng lokale Verantwortung und globale Herausforderungen zusammengehören. Ich freue mich, dass der WeltWeitWissen-Kongress Menschen aus Deutschland und der ganzen Welt in Schleswig-Holstein zusammenbringt."

Dorti Stenke, Bildungsministerin von Schleswig-Holstein: „Das Meer vor unserer Haustür macht sichtbar, wie eng lokale Entscheidungen und globale Entwicklungen miteinander verbunden sind. Bildung für nachhaltige Entwicklung stärkt junge Menschen darin, diese Zusammenhänge zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft demokratisch mitzugestalten. Ich freue mich, dass der WeltWeitWissen-Kongress dafür wichtige Impulse nach Schleswig-Holstein bringt."

Für Medienvertreter*innen besteht die Möglichkeit während des Kongresses Interviews mit den Organisator*innen und den Referent*innen zu führen. Gerne stehen wir auch schon im Vorfeld für Interviews und weitere Informationen zur Verfügung.

Pressekontakt:

Maileen Hintze
Mail: presse@bei-sh.org
Tel.: 0431/67939900 u. 015227376363

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