Das war die „Teilhabewerkstatt Kiel – Migrantische Perspektiven stärken“

Jessica Meier berichtet

Unter strengen Hygieneregeln fanden einige Workshops noch als Hybridveranstaltung statt.

Wie kann Teilhabe und Partizipation von Migrant*innen in Kiel gut gelingen? – Indem diese die Möglichkeit haben, die Frage selbst zu diskutieren. Deshalb veranstaltete das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) in Kooperation mit dem „Forum für Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel“ vom 21. Oktober bis 03.November das Projekt „Teilhabewerkstatt Kiel- Migrantische Perspektiven stärken“. Zwei Wochen lang tauschten sich Migrant*innenorganisationen zu Herausforderungen und Chancen der kommunalen Teilhabe aus. Die Stadt Kiel unterstützte dieses Projekt über den Förderfonds „Zusammenhalt stärken – Teilhabe sichern“.

„Integration und gesellschaftliche Partizipation sind Themen, die von beiden Seiten angegangen werden müssen. Darum ist es wichtig die Meinungen und Einschätzungen von Migrant*innenorganisationen und einzelnen Migrant*innen zu hören. Denn diese sind teilweise seit Jahrzehnten in Kiel gesellschaftlich engagiert, erleben die Herausforderungen hin zu einer gleichgestellten gesellschaftlichen Teilhabe mit und haben demensprechend wichtigen Input einzubringen “, sagt Jessica Meier, Projektleitung der „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel“ beim BEI.

Herausforderungen durch neue Corona-Maßnahmen wurden erfolgreich gelöst!

Die Auftaktveranstaltung konnte noch wie geplant persönlich am 21.Oktober im Wissenschaftszentrum (mit Abstandsregeln und weiteren Hygienemaßnahmen) stattfinden. Neben Beiträgen zum Erfolg und zu Herausforderungen der kommunalen Teilhabe von Migrant*innen sowohl seitens des Kieler Referats für Migration als auch seitens des Kieler Forums für Migrantinnen und Migranten, gab es einen lebhaften Austausch zwischen den Teilnehmer*innen. Gemeinsam wurde in Kleingruppen diskutiert, welche Erwartungen/Wünsche Migrant*innen an die Gesellschaft, an Institutionen und Politik haben, aber auch wie man selbst zur besseren kommunalen Teilhabe beitragen kann.

Auf die Auftaktveranstaltung folgten fünf Workshops zu aktuellen Anliegen der Migrant*innenorganisationen. Es ging um Arbeits- und, Wohnungsmarktintegration, institutionellen Rassismus, Möglichkeiten des Engagements außerhalb des Wahlrechts und die Pläne für ein „Haus der Vielfalt“ in Kiel. Die Workshops wurden in Zusammenarbeit mit einer Vielfalt Kieler Organisationen, vom Afrodeutschen Verein Schleswig-Holstein bis zur Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein e.V., durchgeführt und so aufgebaut, dass neben einem inhaltlichen Input der Fokus auf dem Austausch zwischen den Migrant*innen und Mitgliedern von Migrant*innenorganisationen lag. Mit Unterstützung der Referent*innen wurden Handlungsstrategien zu den Herausforderungen entwickelt.

Einige der Workshops konnten unter sehr strengen Hygienemaßnahmen noch präsent stattfinden, aber ein Teil wurde hybrid angeboten: Das heißt, man konnte sowohl von zuhause aus oder vor Ort teilnehmen und wir schalteten uns digital zusammen.

Die Abschlussveranstaltung am 03.11.20 musste dann leider komplett online stattfinden. Dennoch konnte ein toller Austausch gewährleistet werden! Neben einem wissenschaftlichen Vortrag zum Thema, stellten die Teilnehmenden die Ergebnisse der einzelnen Workshops vor. Es fand eine konstruktive Diskussion mit den Kieler migrationspolitischen Sprechern der Grünen, der SPD und der FRAKTION statt.

Zum Abschluss verkündete der Vorstand des Forums für Migrantinnen und Migranten die Inhalte und die mögliche Gründung von Arbeitsgruppen mit in die nächste Forumssitzung zu nehmen.

Als Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. freuen wir uns, dass wir über solche Projekte nach unserem Prinzip „global denken- lokal handeln“ auch hier vor Ort zu Solidarität und Gemeinschaft in der Gesellschaft beitragen können.

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