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El Salvador Partnerschaftsgruppe Dithmarschen

AnsprechpartnerIn:
Annette Thode-Flicek

 

Anschrift:
Hochfelder Weg 146
25746 Heide

 

Kontakt:
Telefon: 04855-322
Email: thode.flicek@gmx.de

 

Mission Statement:

Partnerschaften muss man leben lernen

 

Ziele:

  • - Solidarität schenken
  • - austauschen, füreinander einstehen, voneinander lernen
  • - politischen Druck für Friedensgespräche erzeugen
  • - Erkennen von eigenen Verstrickungen in die Probleme von El Salvador

 

Methoden:

  • Füreinander -Dasein
  • über die Situation in El Salavador berichten
  • Freundschaften pflegen
  • praktische Hilfe leisten

 

 

Meilensteine und Entwicklung:

  • 1990 Besuch des lutherische Bischofs Medardo Gomez in Barlt
  • 1991 Reise einer nordelbischen Delegation nach El Salvador
  • Mai 1992 Besuch einer Delegation aus El Salvador in Nordelbien
  • Oktober 1992 erste Aktion der Eddelaker Partnerschaftsgruppe.anlässlich des 500. Jahrestages der Eroberung Amerikas durch Kolumbus
  • 1993 offizieller Partnerschaftsvertrag der drei Kirchengemeinden
  • 1998 konkrete Wiederaufbauprojekte nach dem Hurrikan Mitch

 

Beschreibung:

Der Kampf der Lateinamerikanischen Befreiungsbewegungen hat seit den 1970er-Jahren in Deutschland vielerorts Solidaritäts- und Partnerschaftsgruppen entstehen lassen. Trotz der Überwindung der (Militär-)Diktaturen bestehen diese weiterhin.

Die Partnerschaftsarbeit des Kirchenkreises Süderdithmarschen mit der Westzone der lutherischen Kirche von El Salvador begann 1990 mit dem Besuch des lutherischen Bischofs Medardo Gomez. Er war auf Einladung des Diakonischen Werkes im Rahmen der Brot-für-die-Welt-Kampagne "Nordelbien an der Seite der Armen in El Salvador" nach Nordelbien gekommen. Zu dem Gespräch im Pastoratsgarten in Barlt eingeladen strömten 80 Menschen. Gomez sagte: "Wir brauchen eure Hilfe. Kommt und helft uns." Ausländische Beobachter seien in der Zeit des Bürgerkrieges wichtig, gerade auch politische Funktionsträger.


Im Januar 1991 fuhr eine nordelbische Delegation nach El Salvador, dabei auch ein Bürgermeister und ein Pastor aus Dithmarschen. Erste Kontakte wurden mit dem Pastor in der Westzone der Lutherischen Kirche mit Sitz in Santa Ana geknüpft. Neben der Kirchengemeinde Barlt äußerten auch die Gemeinden Marne und Eddelak Interesse an einer Partnerschaft mit einer Gemeinde in El Salvador. Beim nächsten Besuch einer Delegation aus El Salvador in Nordelbien im Mai 1992 waren die Gäste auch in Eddelak und erzählten von den Problemen ihres Landes. Kurze Zeit danach gründeten sich die Partnerschaftsgruppen Barlt, Eddelak und Marne.


Seit diesen Anfängen gab es regelmäßig einmal im Monat ein Treffen der Partnerschaftsgruppen in Marne, Barlt und Eddelak, zunächst in jeder Gemeinde für sich, doch bald von allen drei Gruppen gemeinsam. Briefe gehen von und nach El Salvador, Besuche finden in beide Richtungen statt. Die Gruppenmitglieder in Dithmarschen unterstützen Eilaktionen bei Menschenrechtsverletzungen in El Salvador. Partnerschaftsgottesdienste werden in den Gemeinden gehalten. Im offiziellen Partnerschaftsvertrag heisst es: "Unsere Partnerschaft ist nicht zuerst eine menschliche Tat, sondern ein Geschenk Gottes; denn wir sind alle Kinder Gottes; Gott ruft uns, die Liebe zwischen uns zu leben...; die eine Taufe und der eine Glaube einen uns."

Natürlich gibt es auch Probleme und Rückschläge in der Partnerschaft: Der Briefkontakt und das Engagement in der Partnerschaft beschränkt sich auf wenige Menschen in den Gemeinden, insgesamt gehören 15 bis 25 Mitglieder zu den drei Partnerschaftsgruppen. Das Teilen auch im finanziellen Bereich stiftet oft mehr Streit und Unfrieden in El Salvador, als dass es den Menschen hilft. Doch es gibt auch die Erfahrung nach dem Hurrikan Mitch 1998 und nach den Erdbeben 2001, dass ganz viele Menschen aus Dithmarschen dem telefonischen Hilferuf aus der Westzone El Salvadors mit kleinen und großen Spenden geantwortet haben. Es gibt die Erfahrung, dass Menschen bewegt wurden von den Erzählungen und den Predigten unserer Gäste. Vielen im Kirchenkreis ist das Land El Salvador mit seinen Menschen durch die Partnerschaftsarbeit sehr nahe gekommen. Viele haben durch unsere Partner verstanden, was Ungerechtigkeit in El Salvador heisst und wo wir durch unsere Geschichte und Handelsbeziehungen mit hinein verwickelt sind. Wir in den Partnerschaftsgruppen möchten uns dafür einsetzen, dass das noch weitere Kreise zieht.

Schlagworte:

  • Gesellschaft
  • Humanitäre Hilfe