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Fünf Empfehlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 für Schleswig-Holstein

"Landwirtschaft mit Zukunft braucht gesunde Natur" - Gemeinsames Positionspapier mit Handlungsempfehlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028

Klimaschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt gehören zu den größten Aufgaben unserer Zeit. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) steuert Milliarden in die Landwirtschaft – dieses Geld muss gesunde Natur für alle und stabile Erträge für Betriebe gleichermaßen schaffen. Nur so entstehen Synergien zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, die langfristig Erträge und Lebensgrundlagen bewahren.

1. Naturschutz ins Zentrum der GAP rücken
Klima- und Biodiversitätsmaßnahmen verbindlich in der GAP verankern. Naturschutz wird zum strategischen Vorteil für alle landwirtschaftlichen Betriebe. Ohne Biodiversitätsschutz keine Ernährungssicherheit.

2. Lebensräume prioritär schützen und vernetzen
Wiederherstellungsverordnung in der Agrarlandschaft umsetzen und finanzieren. Nährstoff- und Pestizideinträge massiv reduzieren – für eine saubere Ostsee, sauberes Grundwasser und saubere Bäche, Flüsse und Seen. Funktionierende Ökosysteme stabilisieren langfristig die Ernten.

3. Gesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft einkommenswirksam honorieren
Ökolandbau und ressourcenschonende Betriebe deutlich stärker fördern, da diese ihre höheren Kosten nicht am Markt erwirtschaften können. Alle gesellschaftlichen Leistungen zum Schutz des Klimas und der Umwelt planungssicher und einkommenswirksam für die landwirtschaftlichen Betriebe honorieren. Öffentliche Geld für öffentliche Leistungen sicherstellen.

4. Umwelt- und Naturschutzbudgets deutlich erhöhen
Verlässliches Mindestbudget für Umwelt- und Klimaschutzleistungen festlegen – deutlich über dem bisherigen Niveau.

5. Positive Anreize sofort setzen
Agrarzahlungen an weitergehende Umweltstandards koppeln und Anreize setzen – Ökoregelung 5 (Kennarten auf Grünland) als Vorbild. Schädliche Fehlanreize konsequent abbauen.

Fünf Empfehlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 für Schleswig-Holstein von der Landesnaturschutzbeauftragten Dr. Juliane Rumpf und folgenden Umwelt- und Agrarverbänden:

• Bioland e.V. Landesverband Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern,
• Bundesverband Beruflicher Naturschutz Regionalgruppe Schleswig-Holstein (BBN),
• Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Landesverband Schleswig-Holstein (BUND SH)
• Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI)
• Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein (LNV)
• NABU e.V. Landesverband Schleswig-Holstein
• Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V. Regionalgruppe Schleswig-Holstein

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