News Reader (Globale Partnerschaften)

Arbeitsgemeinschaft der Landesnetzwerke startet Aufruf an die Politik

7 Schwerpunkte für mehr globale Solidarität

Wie globale Solidarität in Zukunft gestärkt werden kann

Die Corona-Krise führt uns in neuem Maße die soziale und globale Ungleichheit vor Augen.  Einerseits kennt sie weder Grenze noch Religion oder Hautfarbe, andererseits trifft sie die Schwachen und Ärmsten besonders stark. Solidarität wird derzeit groß geschrieben. Auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene. Es entstehen Nachbarschaftshilfen und Online-Kampagnen, spontane Sofa-Konzerte und globaler Austausch von Wohnzimmer zu Wohnzimmer. Das öffentliche Leben kommt entgegen wirtschaftlicher Interessen zum Stillstand, um Leben zu retten.

Was kommt danach? Wie können wir diese solidarische Haltung für das Leben nach Corona erhalten und fördern? Eine Welt-Initiativen und entwicklungspolitische Organisationen stellen seit jeher das nachhaltige Miteinander in den Mittelpunkt ihres Engagements. Sie sind sozusagen Fachleute für gelebte globale Solidarität. Sie können auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Vorteile einer starken Welt-Gemeinschaft gegenüber nationalen Egoismen deutlich werden.

Wir fordern Politiker*innen und politische Entscheidungsträger*innen dazu auf, dieses Engagement in ihrem Wirkungskreis zu unterstützen.

Sieben Schwerpunkte für den Aufbau und die Stärkung einer solidarischen Gesellschaft sieht die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) als zentral:

  1. Stärkung der internationalen Zusammenarbeit zur Unterstützung der Länder des Globalen Südens (Weltkrisenstab, finanzielle Aufstockung, Einbindung der Zivilgesellschaft)
  2. Absicherung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit auch unter erschwerten Bedingungen (Liquidität erhalten, funktionierende Strukturen stärken)
  3. Sofortige Hilfe für Geflüchtete (Evakuierung der griechischen Lager, humanitäre Hilfe)
  4. Nachhaltiger Wiederaufbau nach der Krise (nachhaltige Wirtschaftsformen, Kooperation, Stärkung der Daseinsfürsorge, Gemeinschaftsgüter)
  5. Stärkung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit zur Bewältigung und Verarbeitung der Krise - globales Lernen als zentraler Anknüpfungspunkt für Solidarität, der in der Krise entstandene Lösungen aufgreifen und eine verantwortungsvolle Grundeinstellung stärken kann.
  6. Zugang zu Wirtschaftshilfen für entwicklungspolitische Vereine und Weltläden
  7. Administrative Flexibilität bei geförderten Projekten, um sich an die neuen Anforderungen anpassen zu können

Zum Aufruf der agl:

Den vollständigen Aufruf können Sie sich hier als PDF ansehen und herunterladen.

Zurück