anlässlich des jährlichen UN-Weltwassertags (immer am 22. März) bietet das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit dem RBZ Wirtschaft . Kiel am 23. März 2026 Workshops für die RBZ-Klassen mit verschiedenen Referent*innen des Globalen Lernens an. Die Angebote werden im Rahmen des Programm Bildung trifft Entwicklung gefördert.
Die Kurzbeschreibungen und Zeiten der Workshops sind unten zu finden. Die Anmeldung der Klassen erfolgt onlinedurch die Lehrkräfte.
Wir freuen uns auf die Anmeldungen und wünschen allen Teilnehmenden interessante Impulse und Austausch mit den Referent*innen!
Workshopangebot
Klicken Sie die Angebote an, um die Zeiten und Beschreibungen zu sehen.
Zeit: Mo. 23.03.2026, 8:00-9:30 Uhr und 9:45-11:15 Uhr
Referent*innen: Milan Dau Schmidt und Posr Wayra Velasco Tumiña aus Kolumbien
Beschreibung: In diesem Workshop wird die Referentin, die dem indigenen Volk der Misak in Kolumbien angehört, uns von den vielfältigen Beziehungen ihres Volkes zum Wasser als Quelle allen Lebens erzählen. Sie wird uns dazu aufrufen, unsere eigene Beziehung zum Wasser zu reflektieren, um so nach gemeinschaftlichen Lösungen für lokale und globale Herausforderungen zu suchen. Gemeinsam mit ihrer Übersetzung, wird die Vortragende verdeutlichen, dass Wasser weit mehr als eine natürliche Ressource ist, und nur eine intakte Beziehung zum Wasser kulturelle Identitäten und Wissensformen ermöglicht hat, was jene für den Fortbestand des Lebens und der Kulturen in ihrer Vielfalt unerlässlich macht.
Zeit: Mo. 23.03.2026, 8:00-9:15 Uhr und 9:45-11:30 Uhr
Referent: Okiemute Onoyiwe
Beschreibung: Wasserknappheit wird in Nigeria und ganz Westafrika zunehmend zu einem ernsten Problem, da der Bedarf steigt und die verfügbaren Süßwasserquellen zurückgehen. In Nigeria verschärfen besonders das schnelle Bevölkerungswachstum, unregelmäßige Niederschläge, verschmutzte Flüsse, eine schwache Wasserinfrastruktur und die starke Abhängigkeit vom Grundwasser die Lage. Um dem entgegenzuwirken, braucht es besseres Wassermanagement und mehr Wasserschutz, etwa durch den Erhalt von Gewässern, den Ausbau der Versorgungssysteme und die Verringerung von Verschmutzung, damit die Wasserversorgung langfristig gesichert bleibt.
Zeit: Mo. 23.03.2026, 9:45-11:15 Uhr und 11:30-13:00 Uhr
Referentin: Birthe Goldenbaum in Kooperation mit
Beschreibung: Spielerisch, lebendig und interaktiv erkunden wir gemeinsam mit den Teilnehmenden die Bedeutung von Wasser. Unter die Lupe nehmen wir den Verbrauch, die Verfügbarkeit und den Zugang von und zu Wasser-Ressourcen. Ein Perspektivwechsel ermöglicht es uns Wasser auf lokaler, wie globaler Ebene zu betrachten und Beispiele aus dem Globalen Süden kennen zu lernen. Durch die eigene Reflexion und Einblicke in Regionen mit zunehmenden Wasser-Konflikten wird die Empathie-Fähigkeit der Teilnehmenden angesprochen. Gemeinsam werden Möglichkeiten gesammelt die Ressource Wasser zu schützen. Zudem werfen wir einen Blick auf die NGO FIAN, welche in diesem Bereich tätig ist und Beispiele für Handlungsmöglichkeiten geben kann.
Länderbezug: Mexiko, Honduras, Guatemala, El Salvador
Zeit: Mo. 23.03.2026, 9:45-11:15 Uhr und 11:30-13:00 Uhr
Referentin: Esther Mumuni
Beschreibung: In Deutschland ist sauberes Trinkwasser aus der Leitung in jedem Haushalt selbstverständlich. Doch wie sieht es beispielsweise in Ländern wie Ghana oder anderen Ländern aus? Wasser ist ungleich verteilt auf der Erde. Daher ist es wichtig, Wasser als etwas Besonderes und Wertvolles zu schätzen.
Zeit: Mo. 23.03.2026, 9:45-11:15 Uhr und 11:30-13:00 Uhr
Referentin: Daniela Suhr
Beschreibung: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten. 2010 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das „Recht auf Wasser“. In der Resolution steht, dass jeder Mensch das Recht auf „einwandfreies und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung“ hat. Wasser und Sanitärversorgung gehen mit Hygienemaßnahmen Hand in Hand: Nur wenn die Sanitärversorgung funktioniert, gelangen keine gefährlichen Bakterien in das Grundwasser; regelmäßiges Händewaschen mit sauberem Wasser und Seife, vor allem nach dem Toilettengang, schützt vor Krankheitserregern und hält Menschen gesund. In der Praxis spricht man somit nicht nur über das Thema Wasser, sondern über WASH und meint damit den Dreiklang aus Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.
Zeit: Mo. 23.03.2026, 9:45-11:15 Uhr und 11:30-13:00 Uhr
Referentin: Leonie Schuster
Beschreibung: In jedem Produkt, das wir benutzen oder konsumieren, steckt weitaus mehr Wasser, als auf den ersten Blick erkennbar ist. So auch in unserer Kleidung. In diesem Workshop werden wir die Auswirkungen der Textilproduktion und -nutzung auf die Ressource Wasser genauer in den Blick nehmen. Ein Baumwoll-T-Shirt benötigt von der Rohstoffgewinnung bis zur Produktion rund 2.700 Liter Wasser. Das ist etwa so viel, wie ein Mensch in zweieinhalb Jahren trinkt. Dazu werden beim Färben und Veredeln neuer Textilien Gewässer mit giftigen Chemikalien verschmutzt. Schließlich tragen auch wir als Nutzer*innen von Textilien aus Kunstfasern bei jedem Waschgang zu Wasserverunreinigungen durch Abrieb von Mikroplastik bei. Welche konkreten Auswirkungen hat das für Mensch und Natur? Und welche Handlungsoptionen haben wir, um den Wasserfußabdruck unseres globalen Textilkonsums zu verringern?