Menschenrechte entlang globaler Wertschöpfungsketten

Wie nehmen Unternehmen in Schleswig-Holstein Verantwortung für Folgen ihres globalen Wirtschaftens wahr?

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wird über die Herausforderungen, Möglichkeiten und Ansätze für Unternehmen gesprochen, Risiken in Wertschöpfungsprozessen zu reduzieren. Schon längst ist klar, dass dass ein lediglich auf Wachstum und Ausbeutung von Ressourcen ausgelegtes Wirtschaftsmodell riskant ist und auch für Unternehmen nicht nachhaltig sein kann.

Nachhaltig wirtschaften = Menschenrechte wahren

Nach wie vor kommt es auch unter Beteiligung deutscher Unternehmen weltweit zu Menschenrechtsverletzungen. Eine beispielhafte Aufstellung liefert unter anderem die Organisation Oxfam. Eine bundesweite Kampagne , an der wir uns von Anfang an beteiligten, hat im Frühsommer 2021 erreicht, dass im Bundestag ein Gesetz verabschiedet worden ist, welches die Sorgfaltspflichten für Unternehmer*innen in (internationalen) Lieferketten regeln soll.

Wir fragen: Wie können wir Unternehmen in Schleswig-Holstein dabei unterstützen, Informationen und Handlungsspielraum für eine angemessene Sorgfalt entlang ihrer Wetschöpfungsketten zu gewinnen?

  • Welche globalen Lieferketten führen in das Bundesland?
  • Was können Unternehmer*innen in Schleswig-Holstein tun, um noch mehr Sorgfalt gegenüber Mensch und Umwelt zu üben?
  • Welches Potential hat der Wirtschaftsstandort, eine sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft zu fördern?

Gewerkschaften, Umweltverbände, kirchliche Vereinigungen und vor allem die Eine-Welt-Engagierten fordern auch von ihnen mehr Verantwortung zu übernehmen. Ein breiter gesellschaftlicher Dialog kann Handlungsoptionen hierfür eröffnen.

Unser Ziel ist es, regional- und branchenspezifische Lösungsansätze zu finden und zu diskutieren.

Was macht das Projekt: Augen auf im Handelsverkehr!

  • Informations- und Diskussionsangebote für Unternehmer*innen und Bürger*innen schärfen den Blick für Menschenrechtsverletzungen, die auf das Verhalten von Wirtschaftsteilnehmer*innen zurückzuführen sind.
  • Wir sammeln Best-Practice-Beispiele, Erfahrungen und Konzepte in Schleswig-Holstein. Durch Austausch und im Dialog können Unternehmer*innen voneinander lernen und an gemeinsamen Nachhaltigkeitszielen arbeiten.
  • Hinsichtlich einer gesetzlichen Regelung für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten (Lieferkettengesetz) unterstützen wir den breiten gesellschaftlichen Diskurs und erinnern daran, dass auch die Perspektiven der Betroffenen entlang globaler Wertschöpfungsketten berücksichtigt werden.

Machen Sie sich auf den Weg entlang globaler Lieferketten...

...mit unserer Actionbound "Globale Lieferkette"

Was ist eigentlich eine Lieferkette und wie kann ein gerechterer Welthandel gestaltet werden?
Begeben Sie sich mit unserer digitalen Ausstellung auf die Spuren globaler Lieferketten und finden es heraus!

Nutzen Sie unsere Freikarte zur Ausstellung.

 

...mit der Ausstellung "Schafft Recht und Gerechtigkeit"

 

Die Ausstellung „Schafft Recht und Gerechtigkeit“ gibt Einblicke in Menschenrechtsverstöße und Umweltschäden in den Lieferketten von Alltagsprodukten. Sie zeigt Veränderungsmöglichkeiten durch ein Lieferkettengesetz auf und weist auf die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement für Menschenrechte hin.

Zum Nachlesen

Dokumentation "Klar zur Nachhaltigkeistwende!"

Im Herbst 2020 diskutierten wir in einer dreiteiligen Online-Seminarreihe mit Unternehmer*innen aus Schleswig-Holstein, welche wirtschaftlichen Chancen sich aus der neuen Nachhaltigkeits-politik der EU ergeben. Wie können kleine und mittelständische Unternehmen die angestrebte Nachhaltigkeitswende nutzen und neue, erfolgreiche Wege einschlagen? Denn nachhaltig ausgerichtete Unternehmen sind langfristig erfolgreicher und gleichzeitig innovativer.

Die Dokumentaion steht hier zum Download zur Verfügung.