Projekt "Faire Sportbälle für Schleswig-Holstein"

Ob im Fußball, Handball, Volleyball, oder anderen Ballsportarten, die meisten Menschen wissen häufig nur wenig über die Sportbälle, ohne die ihre geliebte Sportart nicht auszuführen wäre.  Viele Sportbälle sind noch immer Handarbeit und werden in Fabriken gefertigt, in denen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen.  Die Herstellung findet überwiegend in sogenannten Niedriglohnländern statt und entsprechen selten den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).   Dies bedeutet, dass wichtige Sozialstandards für Arbeiter*innen nicht eingehalten werden. Nach Transfair Deutschland e.V. sind die größten Herausforderungen in der Ballproduktion, dass Näher*innen üblicherweise nicht nach Stunden, sondern Stückzahl bezahlt werden, sodass Überstunden anfallen und die Gehälter selten zum Leben ausreichen.

SH spielt fair!

Ob im Fußball, Handball, Volleyball, oder anderen Ballsportarten - wir wissen häufig nur wenig über die Bälle, ohne die unsere geliebte Sportart nicht auszuführen wäre. Viele Sportbälle sind noch immer Handarbeit und werden in Fabriken gefertigt, in denen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen. Die Herstellung findet überwiegend in sogenannten Niedriglohnländern statt (in der Welthauptstadt der Sportballproduktion Sialkot in Pakistan werden 40 bis 60 Millionen Bälle pro Jahr hergestellt) und entsprechen selten den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dies bedeutet, dass wichtige Sozialstandards für Arbeiter*innen nicht eingehalten werden.

Nach Transfair Deutschland e.V. sind die größten Herausforderungen in der Ballproduktion, dass Näher*innen üblicherweise nicht nach Stunden, sondern Stückzahl bezahlt werden, sodass Überstunden anfallen und die Gehälter selten zum Leben ausreichen. Aus diesem Grunde müssen die Kinder helfen, um das Familienleben finanzieren zu können, anstatt zur Schule zu gehen und zu lernen.

Mit Fairem Handel zu Fair Play

Einige Ballhersteller haben sich dieser Problematik bereits angenommen und lassen Sportbälle herstellen die z.B. mit dem Fairtrade-Siegel oder mit dem GEPA-Logo ausgezeichnet sind. Mit Hilfe des Fairen Handels sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der benachteiligten Arbeiter*innen verbessert werden. Der Umsatz von fair gehandelten Sportbällen ist jedoch noch gering und somit profitieren derzeit nur wenige Arbeiter*innen davon, unter menschenwürdigeren Bedingungen in der Ballindustrie zu arbeiten.

Neben dem fehlenden Bewusstsein für die Produktionsweisen und die Schwierigkeit der Umsetzbarkeit, da es nur wenig Ballanbieter mit fair gehandelten Bällen gibt, ist ein weiterer Grund für den geringen Umsatz, der teils schlechte Ruf über die Qualität dieser Bälle. Lange Zeit waren fair produzierte Bälle wegen ihrer fehlenden sportspezifischen Qualität, weder für den Turniersport, geschweige denn für den Profisport geeignet. Dies hat sich geändert, sodass es nun z.B. fair produzierte Match- und Trainingsbälle für den Fußball und Handball gibt, die den FIFA bzw. IHF-Normen entsprechen. Durch das verbessere Produktangebot, ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, Sportler*innen davon zu überzeugen, bei der Wahl ihrer Sportgeräte auch die globale Perspektive nicht zu vernachlässigen und durch das Spielen mit fair produzierten Bällen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Sportballindustrie zu unterstützen.

Bei der Ausschreibung haben wir uns für die Badboyz Ballfabrik entschieden. Als entwicklungspolitisches Landesnetzwerk ist es unser Ziel die schleswig-holsteinischen Akteure aus dem Schul-, Breiten- und Profisport für die Notwendigkeit von fairen Arbeitsbedingungen in der Sportballindustrie zu sensibilisieren und sie bei der Umstellung auf fair produzierte Bälle zu unterstützen. Die selbstverständliche Fairness gegenüber den Mitspielern*innen auf dem Spielfeld sollte auch für die Produzenten*innen im globalen Süden gelten und gelebt werden.

 

Module des Projekts

  1. Wir führen Workshops und Webinare für Schulklassen und Vereine zum Thema Sportbälle und Fairplay durch.
  2. Wir beraten und schulen Verantwortliche in Kommunen, Schulen und Vereinen. Wir beraten sie und deren Multiplikatoren über die Vorteile in Bezug auf die Beschaffung (inkl. Kosten, Qualität und individueller Service) von fair produzierten Bällen. Als Einstieg in die nachhaltige Beschaffung von fairen Sportbällen können wir Kampagnenbälle in hoher Qualität und einem Kampagnenpreis anbieten.
  3. wir initiieren Leuchtturmprojekte mit Profi-Sportvereinen und prominenten Persönlichkeiten, die medienwirksam und nachhaltig gemeinsam mit Sportbällen und Fairplay weiterentwickelt werden. Ziel ist es, dass sich alle Akteure mit unseren Kampagnenbällen identifizieren und wir den Doppelpass mit möglichst vielen Sportinteressierten durch Multiplikatoren*innen, die wir persönlich ausbilden, spielen. Zusätzlich bieten wir InfoVeranstaltungen für diese Zielgruppe sowie Unternehmen und Organisationen an, bei dem wir die Entscheidungsträger*innen von unserem Angebot überzeugen möchten.

Dieses Projekt wird unterstützt durch: